Radfahren für Nerds

Endlich hat (für mich dann auch mal) die neue Rad-Saison begonnen. Ein-zweimal bin ich zwar schon früher dieses Jahr mit Rad-Bahn-Rad zur Arbeit gefahren, aber wir hatten in der Familie seit Monaten Infekt-Ping-Pong, und mit bärigem Schnupfen mag ich nicht fahren.

Um auch meine Nerd-Muskeln zu trainieren, habe ich meine Räder ein wenig aufgerüstet und zwar um die Möglichkeit, das Smartphone in den Rad-Alltag zu integrieren. Dazu mussten verchiedene Probleme gelöst, bzw. Fragen beantwortet werden: wie befestige ich das Telefon am Rad (oder will ich das überhaupt)? Welche Vorteile habe ich überhaupt vom Smartphone im Vergleich zu einem herkömmlichen Tacho? Welche Apps brauche ich? Welches Zubehör gibt es noch?

Sinn des Ganzen: ein Tacho „on Steroids“: mittels Smartphone App und einigem weiteren Zubehör verwandelt sich das Smartphone am Lenker in einen Luxus-Tacho und Trainings-Helfer. Motivation für mich ist dabei vor allem die genauere Berechnung des Kalorienverbrauches mit Hilfe einer Herzfrequenzmessung.

Ich werde in den nächsten Wochen daher ein wenig von den Details erzählen: nächstes Mal erst einmal die Befestigung des iPhones am Fahrradlenker.

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Verschleiß

Nach einigen Mal Brompton-S-Bahn-Pendeln, stellte ich ein unsauberes Trittgefühl fest. Zu Hause in der Kellerwerkstatt nahm ich den Antrieb einmal genauer unter die Lupe: schon auf den ersten Blick war zu sehen, was Sache ist: die Kette hat sich nach ein paar Tausend Kilometern so gelängt, dass sie gar nicht mehr auf die Zähne des Kettenblattes und der Ritzel passte. Zusätzlich stellte ich am Hinterrad ein deutliches Spiel in der Nabe fest.

 

Die Kette und das Kettenblatt hätte ich noch alleine tauschen können. Das Nachjustieren der Nabe (und ggf. auch Austausch der Lagerschalen) kann ich jedoch nicht (bzw. ist das nicht mein Fachgebiet). So brachte ich das Rad zum Brompton Laden, die -- logisch bei dem Wetter -- ziemlich ausgebucht waren. In 10 Tagen kann ich das Brompton wieder abholen.

 

Ich habe also wieder etwas gelernt: Erstens: rechtzeitig die Kette kontrollieren auf Längung. Dafür gibt es Kettenlehren. Oder, so sagte mir der Techniker in der Werkstatt: pauschal nach 2500 km austauschen. So wie es jetzt ist, muss nicht nur die Kette, sondern auch Kettenblatt und Ritzel getauscht werden: bei rechtzeitigem Tausch der Kette, halten die Ritzel zwei bis drei Ketten aus sagte mir der Techniker.

Zweitens: Das Rad noch im Winter (z.B. Januar) kontrollieren und dann schonmal warten oder in die Werkstatt geben. So vermeidet man, das Rad abgeben zu müssen, wenn die Werkstätten unter Volllast stehen (und kein Rad zu haben, wenn das Wetter gut ist.)

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Die Saison hat mich wieder

Nachdem ich am Mittwoch praktisch das erste Mal dieses Frühjahr (die zwei-drei Mal zwischen Februar und April fallen jetzt nicht wirklich ins Gewicht) wieder mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin (also Rad-Bahn-Rad), bin ich heute zum Training (aber auch wegen des super Wetters) eine Strecke gefahren, die mir die Runtastic App vorgeschlagen hat (mehr zu der App in einem anderen Artikel in den nächsten Tagen und Wochen).

 

Um und bei 30 km direkt hier bei mir in der Nähe ging es durch das Billetal, im Sachsenwald bei Aumühle auf sehr wurzeligen Waldwegen, die teilweise kaum noch als solche erkennbar waren. Teilweise musste man das Rad über umgestürzte Bäume tragen. Definitiv eine Mountainbike Strecke. Aber sehr schön und ein gutes Gefühl, die Radsaison würdig gestartet zu haben.

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Abgefahren

Zweitausendvierhundertachtundzwanzig Kilometer (2428 km) bin ich seit Februar des letzten Jahres mit dem Bromton gefahren. Eine doch ganz beachtliche Strecke, möchte ich meinen, dafür, dass ich das Rad nur für den Weg zur S-Bahn und zurück verwende.

Nach dieser Distanz ereilte mich nun mein erster Plattfuß am Hinterrad. Und bei genauerer Inspektion des Mantels (Schwalbe Marathon) stellte ich fest, dass dieser soweit heruntergefahren war, dass Scherben etc. nun eine Chance hatten, den Mantel zu durchstechen.

Ich war doch recht erstaunt, dass der Mantel nach dieser Strecke schon soweit verschlissen war; aber bei genauerem Nachdenken ist das eigentlich klar: ein Brompton Laufrad hat ca 60 % weniger Umfang im Vergleich zu einem 26 Zoll Mountainbike-Rad. Rein von der abgefahrenen Strecke würde das fast 3900 km mit einem 26 Zoll Rad entsprechen. 

Laut Schwalbe selbst hätte ich den Mantel noch weiterfahren können, da ja noch Profil vorhanden ist. Aufgrund der zahlreichen Kinken in der Lauffläche habe ich mich aber für einen neuen Mantel entschieden. Den Vergleich alt gegen neu sieht man auf dem nebenstehenden Foto.

Warum der alte Mantel jedoch schief heruntergefahren ist, hat sich mir nicht erschlossen. Wer da eine Idee hat, möge mich gerne kontaktieren.

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Bahn Bauarbeiten und Fahrrad

Seit einer Woche ist die einzige Bahnverbindung (S3/S31) auf Hamburgs Elbinsel Wilhelmsburg gesperrt wegen Bauarbeiten in der City Süd. Der HVV hat einen Busersatzverkehr eingerichtet, dem ich anfangs ein wenig skeptisch gegenüberstand. Ich muss die Strecke nun einmal jeden Tag einmal hin- und wieder zurück bereisen. In der ersten Woche der Sperrung habe ich mir also überlegt, wie ich die Strecke am besten meistern kann. Die Überlegung, die dann gewonnen hat, beinhaltet eine etwa doppelt so lange Fahrtzeit mit dem Fahrrad: normalerweise steige ich am Dammtor von der S-Bahn aus Reinbek in die S-Bahn nach Wilhelmsburg um (ich könnte auch am Hauptbahnhof umsteigen, muss dort aber samt Fahrrad in einem großen Menschenstrom vom Tiefgleis in die Halle, was oftmals etwas nervig ist). Ich habe mir also die der Elbinsel am nächsten gelegene S-Bahn-Station gesucht: Rothenburgsort. Praktischerweise liegt die ohnehin auf der Linie aus Reinbek. Man fährt von dort mit dem Fahrrad über die Elbbrücken über Veddel nach Wilhelmsburg hinein und ist eine knappe halbe Stunde unterwegs. Als ich diese Variante am ersten Tag ausprobierte, staunte ich nicht schlecht, dass ich tatsächlich 10 Minuten schneller in der Firma war, als wenn ich die Variante über Dammtor nehme. Dafür aber wie gesagt deutlich mehr Strecke mit dem Rad und somit auch etwas verschwitzter, wenn ich auf der Arbeit ankomme -- keine Lösung für jeden Tag also.

Eine andere Variante ist, Sommer sei dank, zumindest auf dem Rückweg, die gesamte Strecke von Wilhelmsburg nach Hause mit dem Rad zu fahren. Diese Strecke führt auch durch Rothenburgsort, knickt aber dann Richtung B5 ab: bis dahin eine ganz schöne Strecke über verschiedene Brücken (z.B. die Brücke über den Bullenhuser Kanal, sie Bild oben), von denen man einen schönen Blick auf Kleingartenanlagen mit viel Grün direkt am Kanal hat. Nervig wird die Strecke ab Hamburg Horn, da man ab dort nur noch geradeaus an der Ausfallstraße stadtauswärts entlangfährt. Daher steige ich manchmal dort in die U-Bahn, um einen Teil der Strecke abzukürzen. Diese Flexibilität des Faltrades ist wirklich eine tolle Sache.

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