Radfahren für Nerds: Case und Halterung

Das Fon muss ans Rad. Dafür gibt es unzählige Optionen und Kombinationen, also habe ich mir mit Sicherheit nur einen Bruchteil der Möglichkeiten angesehen. Aus meiner Radtourerfahrung im letzten Jahr waren für mich aber schon einmal zwei Dinge klar: GPS Nutzung und eingeschaltetes Display verbraucht viel Akku. Und man fährt schneller im Regen, als einem lieb ist. Daher habe ich als erstes nach einem Outdoor-Case mit eingebautem Akku für mein iPhone 6s gesucht. Es gibt hier das Mophie JuicePack H2Pro sowie das Lifeproof FRE Power Case, die sehr ähnliche Spezifikationen aufweisen (u.a. liegen beide Akkus dicht beieinander: Mophie: 2750 mAh, Lifeproof: 2600 mAh).

 

Meine Wahl fiel letztendlich auf das Lifeproof Pre Power Case. Gründe hierfür waren der etwas günstigere Preis, und das etwas höhere Rating, was den Schutz angeht (Fallhöhe 2 m vs 1,20 m und wasserdicht bis 2 m für 1 h gegenüber 1,20 m für 30 min). Es ist darauf zu achten, dass es eine ältere Version gibt, die für das iPhone 6 (ohne „s“) gedacht ist und eine neuere Version speziell für das iPhone 6s (und weiterhin auch passend für das iPhone 6). Ich habe das Case daher direkt bei Lifeproof bestellt, um hier sicherzugehen.

 

Die Möglichkeiten erweitern sich stark, wenn man auf den eingebauten Akku verzichtet und stattdessen auf ein externes Batterie-Pack setzt (so bin ich meine Radtour letztes Jahr gefahren). Schwachstelle ist hier dann die Kabelverbindung: das Pack muss irgendwo hin (Lenkertasche) und der Anschluss ist u.U. nicht regenfest. Aber es geht auch.

Ein weiterer Vorteil der Lifeproof Cases allgemein (es gibt auch noch zahlreiche Cases ohne Akku — dann auch für diverse Android Modelle) ist, dass Lifeproof sein eigenes Haltesystem für Lenker und Co anbietet, welches dann mit einer aufklebbaren Halterung arbeitet. Die Rückseite vom Lifeproof Case ist daher plan, so dass auch andere Systeme zum Einsatz kommen können.

Aufgrund der schlechten Verfügbarkeit und der schlechten Bewertungen der Lifeproof-eigenen Halterungen, habe ich weitergesucht und bin auf das Quadlock System gestoßen: Es handelt sich um eine Art Bajonett-Verschluss, für das es verschiedenste Kombinationen (Gürtel-Clip, Lenker-Halterung, Armband zum Joggen, Auto-Saugnapf, etc.) gibt. Das Beste ist aber, dass es einen Universal-Anschluss gibt, den ich praktisch auf jede Handy-Hülle kleben kann und sie so in eine Quadlock-Hülle verwandeln kann. So habe ich das dann auch mit der Lifeproof Hülle vollzogen.

Für regenfreie Tage habe ich zusätzlich noch eine Halterung auf eine Anker Akku-Hülle geklebt, aus der sich das Telefon deutlich schneller hinein- und wieder hinausnehmen lässt. Das ging trotz der leicht gewölbten Rückseite auch noch ganz gut, da das Klebepad einen Schaumstoff Kern hat.

 

In der Praxis hat sich die Quadlock Halterung bisher gut bewährt: es wackelt und klappert nichts — selbst auf einem Mountainbike Singletrail über Wurzeln und Bodenwellen saß das iPhone bombenfest (hier aufgrund der Sturzgefahr in der Lifeproof Hülle). Die eingesetzten Klebepads von 3M sind offenbar sehr gut.

Am Brompton zeigt sich dann noch ein weiterer Vorteil des Systems: die Lenkerhalterung trägt nicht allzu dick auf, so dass sich der Lenker weiterhin gut einklappen lässt. Bei dem „M-Type“ Lenker ist allerdings der Platz für die Halterung sehr knapp bemessen. Dennoch bin ich sehr zufrieden mit diesem Haltesystem und der Lifeproof Hülle.

 

Beim nächsten Mal soll es um die Apps gehen, die das SmartPhone letztendlich in einen Tacho und Fitness Computer verwandeln. Hier hatte ich mir einiges angesehen, bevor ich mich für eine entschied.

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Radfahren für Nerds

Endlich hat (für mich dann auch mal) die neue Rad-Saison begonnen. Ein-zweimal bin ich zwar schon früher dieses Jahr mit Rad-Bahn-Rad zur Arbeit gefahren, aber wir hatten in der Familie seit Monaten Infekt-Ping-Pong, und mit bärigem Schnupfen mag ich nicht fahren.

Um auch meine Nerd-Muskeln zu trainieren, habe ich meine Räder ein wenig aufgerüstet und zwar um die Möglichkeit, das Smartphone in den Rad-Alltag zu integrieren. Dazu mussten verchiedene Probleme gelöst, bzw. Fragen beantwortet werden: wie befestige ich das Telefon am Rad (oder will ich das überhaupt)? Welche Vorteile habe ich überhaupt vom Smartphone im Vergleich zu einem herkömmlichen Tacho? Welche Apps brauche ich? Welches Zubehör gibt es noch?

Sinn des Ganzen: ein Tacho „on Steroids“: mittels Smartphone App und einigem weiteren Zubehör verwandelt sich das Smartphone am Lenker in einen Luxus-Tacho und Trainings-Helfer. Motivation für mich ist dabei vor allem die genauere Berechnung des Kalorienverbrauches mit Hilfe einer Herzfrequenzmessung.

Ich werde in den nächsten Wochen daher ein wenig von den Details erzählen: nächstes Mal erst einmal die Befestigung des iPhones am Fahrradlenker.

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Verschleiß

Nach einigen Mal Brompton-S-Bahn-Pendeln, stellte ich ein unsauberes Trittgefühl fest. Zu Hause in der Kellerwerkstatt nahm ich den Antrieb einmal genauer unter die Lupe: schon auf den ersten Blick war zu sehen, was Sache ist: die Kette hat sich nach ein paar Tausend Kilometern so gelängt, dass sie gar nicht mehr auf die Zähne des Kettenblattes und der Ritzel passte. Zusätzlich stellte ich am Hinterrad ein deutliches Spiel in der Nabe fest.

 

Die Kette und das Kettenblatt hätte ich noch alleine tauschen können. Das Nachjustieren der Nabe (und ggf. auch Austausch der Lagerschalen) kann ich jedoch nicht (bzw. ist das nicht mein Fachgebiet). So brachte ich das Rad zum Brompton Laden, die -- logisch bei dem Wetter -- ziemlich ausgebucht waren. In 10 Tagen kann ich das Brompton wieder abholen.

 

Ich habe also wieder etwas gelernt: Erstens: rechtzeitig die Kette kontrollieren auf Längung. Dafür gibt es Kettenlehren. Oder, so sagte mir der Techniker in der Werkstatt: pauschal nach 2500 km austauschen. So wie es jetzt ist, muss nicht nur die Kette, sondern auch Kettenblatt und Ritzel getauscht werden: bei rechtzeitigem Tausch der Kette, halten die Ritzel zwei bis drei Ketten aus sagte mir der Techniker.

Zweitens: Das Rad noch im Winter (z.B. Januar) kontrollieren und dann schonmal warten oder in die Werkstatt geben. So vermeidet man, das Rad abgeben zu müssen, wenn die Werkstätten unter Volllast stehen (und kein Rad zu haben, wenn das Wetter gut ist.)

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Die Saison hat mich wieder

Nachdem ich am Mittwoch praktisch das erste Mal dieses Frühjahr (die zwei-drei Mal zwischen Februar und April fallen jetzt nicht wirklich ins Gewicht) wieder mit dem Rad zur Arbeit gefahren bin (also Rad-Bahn-Rad), bin ich heute zum Training (aber auch wegen des super Wetters) eine Strecke gefahren, die mir die Runtastic App vorgeschlagen hat (mehr zu der App in einem anderen Artikel in den nächsten Tagen und Wochen).

 

Um und bei 30 km direkt hier bei mir in der Nähe ging es durch das Billetal, im Sachsenwald bei Aumühle auf sehr wurzeligen Waldwegen, die teilweise kaum noch als solche erkennbar waren. Teilweise musste man das Rad über umgestürzte Bäume tragen. Definitiv eine Mountainbike Strecke. Aber sehr schön und ein gutes Gefühl, die Radsaison würdig gestartet zu haben.

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Abgefahren

Zweitausendvierhundertachtundzwanzig Kilometer (2428 km) bin ich seit Februar des letzten Jahres mit dem Bromton gefahren. Eine doch ganz beachtliche Strecke, möchte ich meinen, dafür, dass ich das Rad nur für den Weg zur S-Bahn und zurück verwende.

Nach dieser Distanz ereilte mich nun mein erster Plattfuß am Hinterrad. Und bei genauerer Inspektion des Mantels (Schwalbe Marathon) stellte ich fest, dass dieser soweit heruntergefahren war, dass Scherben etc. nun eine Chance hatten, den Mantel zu durchstechen.

Ich war doch recht erstaunt, dass der Mantel nach dieser Strecke schon soweit verschlissen war; aber bei genauerem Nachdenken ist das eigentlich klar: ein Brompton Laufrad hat ca 60 % weniger Umfang im Vergleich zu einem 26 Zoll Mountainbike-Rad. Rein von der abgefahrenen Strecke würde das fast 3900 km mit einem 26 Zoll Rad entsprechen. 

Laut Schwalbe selbst hätte ich den Mantel noch weiterfahren können, da ja noch Profil vorhanden ist. Aufgrund der zahlreichen Kinken in der Lauffläche habe ich mich aber für einen neuen Mantel entschieden. Den Vergleich alt gegen neu sieht man auf dem nebenstehenden Foto.

Warum der alte Mantel jedoch schief heruntergefahren ist, hat sich mir nicht erschlossen. Wer da eine Idee hat, möge mich gerne kontaktieren.

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